Sachsen plant als erstes Bundesland die Gründung eines Beirates für Digitale Ethik

18. April 2024

Die sächsische Justizministerin Katja Meier hat im Rahmen eines Vorgespräches zum 3. Sächsischen KI-Kongress in Chemnitz die Pläne des Freistaates Sachsen für die Gründung eines Beirates für Digitale Ethik vorgestellt. Das neue Gremium soll in der nächsten Legislaturperiode eingerichtet werden, sieben Experten umfassen und die sächsische Landesregierung beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) beraten. Der Freistaat Sachsen wäre das erste Bundesland, das einen solchen Beirat einführen würde.

Der Beirat für Digitale Ethik hat die Aufgabe, die Entwicklung der KI unter gesellschaftlichen Aspekten intensiv zu begleiten und sich mit Transparenz, möglicher Diskriminierung, Zukunft der Arbeit und vielen anderen Fragen auseinanderzusetzen. Dabei soll er sich mit Fragestellungen zu den Regulierungsansätzen auf EU-Ebene befassen und Handlungsempfehlungen für die Entwicklung und die Anwendung von KI abgeben.

Zentrale Fragestellungen sind dabei, welche ethischen Grenzen für den Einsatz von automatisierten, auf Algorithmen basierenden Prognosen und Entscheidungssystemen gelten sollen und was diese für konkrete Projekte bedeuten kann. Aktuelle Entwicklungen sollen so frühzeitig erkannt und der damit einhergehende regulatorische Rahmen rechtzeitig gesetzt werden. Vertrauenswürdige KI muss etwa nachvollziehbar machen, aus welcher Datengrundlage sie ihre Informationen beziehen, die Vielfalt einer Gesellschaft abbilden und darf Diskriminierung weder erlernen noch reproduzieren.

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