Sachsen beim BITKOM-Länderindex 2024 in zwei Sektoren in den TOP 3

19. April 2024

Wie digital sind die einzelnen Bundesländer im Vergleich? Wie weit ist die Digitalisierung von Wirtschaft, Infrastruktur, Verwaltung und Gesellschaft vorangeschritten? Was zeichnet die Digitalpolitik der einzelnen Bundesländer aus? Antworten auf diese Fragen gibt der Länderindex des Branchenverbandes Bitkom e.V. Mit mehr als 1.200 Datenpunkten erfasst und qualifiziert dieses Digitalranking die einzelnen Bundesländer. Dafür wurden 16 Landesregierungen und mehr als 5.600 Bürger befragt sowie eine Vielzahl amtlicher Statistiken sowie Drittstudien ausgewertet. Die Resultate der Umfrage sind repräsentativ für alle Bundesländer.

Für den Länderindex hat der Branchenverband die vier Sektoren "digitale Wirtschaft", "digitale Infrastruktur", "Governance & digitale Verwaltung" sowie "digitale Gesellschaft" untersucht. In diesen Kategorien wurden insgesamt 26 Indikatoren untersucht, wie beispielsweise der Ausbau von 5G, die Verfügbarkeit von Glasfaser oder die Ladeinfrastruktur für Elektroautos in der Infrastruktur-Kategorie. In der Kategorie "digitale Gesellschaft" wurde unter anderem die Anzahl der verpflichtenden Stunden Informatik an Schulen, die Nutzung digitaler Behörden-leistungen sowie die Haltung der Bevölkerung zur Digitalisierung ausgewertet. Im Sektor „Governance & digitale Verwaltung“ spielten die Flächendeckung und der Umsetzungsgrad von OZG-Leistungen, eine ressortübergreifende Digitalstrategie und Digital-Governance sowie der Digitalisierungsgrad der Gemeinden eine Rolle.

Im Gesamt-Ranking belegt der Freistaat Sachsen mit 59,5 Punkten den achten Platz und liegt damit im guten Mittelfeld. In den Sektoren „Governance & digitale Verwaltung" sowie "digitale Gesellschaft“ erreicht Sachsen jeweils den dritten Platz. Im bundesweiten Vergleich muss noch bei der digitalen Infrastruktur, und hier insbesondere bei der flächendeckenden Verfügbarkeit von 5G, der Gigabitversorgung von Unternehmen und Schulen sowie dem Glasfaserausbau, aufgeholt werden. Dies gilt auch für den Bereich der Digitalen Wirtschaft. Hier muss zukünftig speziell der Anteil an IT-Fachkräften, Informatik-Auszubildenden sowie ITK-Unternehmen und ITK-Start-Ups signifikant gesteigert werden.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie sowie Informationen zur Methodik der Studie können hier eingesehen werden: https://www.bitkom.org/Laenderindex

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