eGovernment MONITOR 2024 zeigt messbare Fortschritte bei der Verwaltungsdigitalisierung im Freistaat Sachsen
12. Oktober 2024
Der eGovernment MONITOR untersucht seit dem Jahr 2010 aus Sicht der Bürger den Fort-schritt der digitalen Transformation in Verwaltung und Staat in den D-A-CH-Ländern und seit 2021 auch im deutschen Bundesländervergleich. Im Fokus stehen die Bekanntheit und Nutzung von digitalen Verwaltungsleistungen bei den Bürgern sowie deren Akzeptanz im sogenannten „Zyklus digitaler Verwaltung“. Die repräsentative Studie der Initiative D21 e.V. und der Technischen Universität München steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI). Das jährlich erscheinende Lagebild hilft Entscheidern, Fortschritte zu messen und Schwachstellen zu identifizieren. Somit können gezielt Maßnahmen ergriffen werden, um digitale Verwaltungsleistungen zu verbessern.
Die Ergebnisse des eGovernment MONITOR 2024 zeigen, dass die Verwaltungsdigitalisierung im Freistaat Sachsen in den letzten Jahren messbare Fortschritte gemacht hat, die Schritt für Schritt bei den Bürgern ankommen. Dies ist ein Indiz dafür, dass die in den vergangenen Jahren von der Sächsischen Anstalt für kommunale Datenverarbeitung (SAKD) koordinierten und von den sächsischen IT-Dienstleistern und Kommunen durchgeführten Maßnahmen zur OZG-Umsetzung allmählich Früchte tragen.
Die digitale Nutzungslücke beträgt in der gesamtdeutschen Sicht etwa 31 %, d.h. nahezu jeder Dritte deckt seinen Bedarf an Verwaltungsleistungen immer noch analog. Im Freistaat Sachsen liegt die Nutzungsquote von E-Government-Angeboten bei 56 %. Die Nutzung ist damit stärker als in den Vorjahren angestiegen. Die Digitale Nutzungslücke liegt hierzulande bei 35 Prozent, d.h. bereits 65 % der sächsischen Bürger greifen bei Bedarf an einer Verwaltungsleistung auf Online-Angebote zurück. Nach anfänglich zögerlichem Wachstum hat sich damit die E-Government-Nutzung im Freistaat Sachsen signifikant verbessert. Auch der Online-Personalausweis wird nun von mehr Personen als im Vorjahr genutzt. Deutlich zugelegt hat zudem die Zufriedenheit mit den E-Government-Angeboten, die auf 63 % angestiegen ist.
Die Bevölkerung steht dem Einsatz von KI in der Verwaltung darüber hinaus mehrheitlich aufgeschlossen gegenüber, solange bestimmte Rahmenbedingungen wie die menschliche Entscheidungshoheit gegeben sind. Weniger Personen als im Vorjahr lehnen somit KI in der Verwaltung kategorisch ab.

