Elektronisches Kommunalarchiv (elKA) für sächsische Städte und Gemeinden (KOMM30)

Gemäß § 13 Abs. 1 SächsArchivG sind die Städte und Gemeinden des Freistaates Sachsen verpflichtet, ihr Archivgut unabhängig von der Speicherungsform des Schriftgutes zur allgemeinen Nutzung in eigener Zuständigkeit zu archivieren. Zu diesem Zweck müssen sie eigene oder gemeinsame Archive unterhalten.

Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Verwaltungsdigitalisierung entsteht eine Vielzahl elektronischer Unterlagen und Daten, die nach Ablauf gesetzlicher Aufbewahrungsfristen und den Bewertungsentscheidungen des zuständigen Archivs dauerhaft zu archivieren sind. Mit der Archivierung dieser elektronischen Unterlagen geht eine enorme Herausforderung einher, da deren Lesbarkeit, Interpretierbarkeit und Verfügbarkeit aufgrund vergleichsweise kurzer Lebenszyklen von Hard- und Software sowie Datenformaten einerseits und der einschlägigen Anfälligkeit digitaler Speichermedien für Informationsverluste andererseits in besonderem Maße gefährdet sind. Die hierfür notwendigen hohen fachlichen, technischen und organisatorischen Anforderungen sind von einer einzelnen Stadt oder Gemeinde nur unter Aufwendung immenser Ressourcen zu leisten.

Um die sächsischen Kommunen in die Lage zu versetzen, dieser archivarischen Pflichtaufgabe ressourcenschonend, nachhaltig und zukunftsfähig nachzukommen, wurde im Rahmen des Masterplan-Projektes „Elektronisches Kommunalarchiv (elKA)“, welches von den kommunalen Spitzenvebänden in Zusammenarbeit mit weiteren kommunalen Akteueren im Freistaat Sachsen durchgeführt wurde, eine entsprechende Infrastruktur und Organisation in Form eines gemeinsamen elektronsichen Archivs erarbeitet und zentral aufgebaut. Ab dem 01.01.2022 wird dieses gemeinsame sächsische elektronische Kommunalarchiv gemäß § 4 Abs. 5 SAKDG von der Sächsischen Anstalt für kommunale Datenverarbeitung (SAKD) mit Sitz in Bischofswerda betrieben.

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