E-Payment als Erfolgsfaktor für die Umsetzung des OZG in einem Großteil der deutschen Kommunen bereits etabliert

19. August 2022 12:55 Uhr

Eine neue, repräsentative Studie „E-Payment und kommunales Finanzmanagement“, welche u.a. im Auftrag des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) vom Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. (KOWID) an der Universität Leipzig durchgeführt wurde, hat ergeben, dass ein effektives, kommunales Finanzmanagement sowie E-Payment als zentrale Erfolgsfaktoren für die Umsetzung des OZG angesehen werden. Etwa 46 % der deutschen Kommunen sehen sich jedoch nach wie vor nicht gut darauf vorbereitet.

Mittlerweile bieten zwar 81 Prozent der deutschen Städte und Gemeinden E-Payment für mindestens einen Bürgerdienst an, die Mehrzahl der Kommunen stellt E-Payment jedoch nur für einen kleinen Teil der Bürgerdienste zur Verfügung. Die Haupteinsatzgebiete für E-Payment sind dabei u.a. die Beantragung einer Eheschließung, Bußgelder sowie Gewerbeanmeldungen. Insgesamt schätzen die meisten deutschen Kommunen das Potenzial von E-Payment aber als deutlich höher ein. Als Gründe für die in Teilen verhaltene Nutzung nennen die Kommunen u.a. die fehlende, interne Akzeptanz oder zu langsame Prozesse in kommunalen Rechenzentren. Gleichzeitig nehmen einzelne Kommunen bereits Gebühren in siebenstelliger Höhe via E-Payment ein. Auffällig ist, dass die Höhe der digitalen Transaktion nicht mit der Größe der jeweiligen Kommune korreliert.

Kreditkarten wie Visa oder Mastercard sind zur Online-Bezahlung von Gebühren in mehr als der Hälfte der befragten Kommunen bereits eingebunden. Auch greifen immer mehr Kommunen (42 %) auf den Bezahldienst PayPal zurück. Das mit Abstand meistgenutzte Bezahlverfahren (65 %) bleibt jedoch das Online-Bezahlverfahren giropay, nicht zuletzt aufgrund der gegebenen Zahlungseingangsgarantie, die für 89 Prozent der Kommunen ein essenzielles Kriterium darstellt.

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